Fise war und ist der Künstlername von Albert Fischer

Der 2003 verstorbene Maler Albert Fischer, in der Kunstwelt bekannt als Fise, lebte und arbeitete mit seiner Frau Heidi und Sohn Oliver im beschaulichen Ort Buch am Ammersee. Dort erfuhr er Inspiration, aber auch die nötige Ruhe für seine Arbeit. In seinem Atelier widmete er sich unermüdlich seinem Werk und entwickelte seine eigene Form der Malerei – die „FiseART“ …

Die Süddeutsche Zeitung schreibt…

„Auf intensiv farbigem Bildgrund verbindet der Maler fein strukturierte Linienmuster. So hat er auch hier wieder eine Ausdrucksmöglichkeit für sein Thema gefunden: Zu zeigen, dass einander Fremdes sich nicht fremd bleiben muss, wenn sich beide Seiten mit offenen Augen und offenem Herzen um Verstehen bemühen.“

1940 in München geboren und im ersten Lebensjahr ertaubt studierte er von 1956 – 59 Kunst bei Prof. Blocherer in München. Nach mehreren Volontariaten in München und Bonn machte er sich als Gemälderestaurator selbstständig. Von 1958 an war er Mitglied der Künstlervereinigung Fürstenfeldbruck. Es folgten vielbeachtete Einzel- und Gruppenausstellungen deutschlandweit.

Fise war aber auch ein großer Verfechter der Selbstbestimmung der Gehörlosen. Er ver-fasste unzählige Artikel für diverse Zeitungen und war ein gern gesehener, aber auch wegen seiner strikten Haltung gefürchteter, Gast bei Podiumsdiskussionen und TV – Debatten.
Über all diesen Aktivitäten stand für ihn aber immer die Malerei. Dank ihrer Hilfe konnte er ausdrücken, was ihn bewegte. „…ich gebe jedem Farbton alles was ich habe und vor allem, was ich genau will. Der Zufall spielt nicht mit mir, vielmehr spielt meine Phantasie mit ihm.“
Für seine künstlerische und politische Arbeit erhielt er mehrere Preise. Darunter den Preis „Gehörlosenkultur 2001“.

Im November 2003 verstarb Fise plötzlich und unerwartet an einer schweren Krankheit. Er erfuhr posthum viele Ehrungen und Auszeichnungen u.a. den Kulturpreis 2008. Der Bayerische Rundfunk strahlte 2004 einen Nachruf auf Fise aus, welcher in den darauffolgenden Jahren deutschlandweit in allen dritten Programmen wiederholt wurde. Für das Jahr 2012 sind zwei weitere Sendungen in Produktion und seine Werke werden auf mehreren Ausstellungen und den Kulturtagen der Gehörlosen zu sehen sein.

 

English:

Fise is the pseudonym of Albert Fischer

Fise is also the name of the figure, that – as a typus –  has a very important role in his paintings. Albert Fischer invented an own world of painting for “Fise”; he called it “Fise-ART”. Since a number of years he has discovered a new, unusual  way of Colour-arrangement. Due to this, the main figure “Fise” has its now existing shape.

“…I give every shade everything that I am and – that is the most important aspect – everything that I especially want. Coincidence is not playing with me, it´s my fantasy playing with it…” (Albert Fischer)

“Besides, painting is a neverending process of inventing for me, which can almost be like the evolution in my mind. For this I also need my whole intelligence when I work with my fantasy. For every single picture and each of its details I always have to invent something new and develop it. This system has to be attended and controlled. Otherwise I couldn’t fulfill any of my dreams, in which I aim to realize every idea.”

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